Die Verbände der deutschen Freizeitwirtschaft setzen sich für einen Erhalt der Minijobs in der bestehenden Form ein und appellieren an die Mitglieder des Deutschen Bundestags, den Reformvorschlag der Rentenkommission in diesem Punkt abzulehnen. Für den Fortbestand der bisherigen Regelung gibt es für alle betroffenen Gruppen gewichtige Argumente: für die Beschäftigten in den Freizeitanlagen, für deren Betreiber in ihrer Arbeitgeberfunktion und nicht zuletzt für die Besucherinnen und Besucher.
Für die Beschäftigten: Minijobs bringen rund 6,8 Millionen Menschen in Beschäftigung, die als Schülerinnen und Schüler, Studierende, Rentnerinnen und Rentner oder aufgrund ihres geringen Einkommens auf Einnahmen aus einer zusätzlichen Erwerbstätigkeit angewiesen sind. Minijobs sind weitgehend von Sozialversicherungsbeiträgen befreit, wodurch das Entgelt nahezu „brutto wie netto“ ausgezahlt wird. Der Arbeitgeber zahlt im Gegenzug zur sozialen Absicherung pauschale Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung. Ein Wegfall dieser Möglichkeit führt zu einer unvertretbaren sozialen Belastung dieser Bevölkerungsgruppen.
Für die Freizeitbetriebe: Minijober unterstützen die Vollzeitkräfte in den Freizeitbetrieben bei ihrer Arbeit. Nur durch Minijobber kann eine flexible Personaleinsatzplanung (etwa saisonal) gewährleistet werden. Ohne die geringfügig Beschäftigten könnte aufgrund der Lage auf dem Arbeitsmarkt der Bedarf der Freizeitbetriebe in vielen Tätigkeitsfeldern nicht gedeckt werden (z.B. Gastronomie, Reinigung etc.). Darüber hinaus besteht für den Arbeitgeber ein geringerer bürokratischer und administrativer Aufwand.
Für unsere Gäste: Steigende Personalkosten führen zu höheren Eintrittspreisen. Gerade für Familien und Geringverdiener sind unsere Freizeitanlagen aber eine beliebte und bezahlbare Alternative zu teuren Urlaubsreisen. Das soll auch so bleiben.
Die Initiative wird von folgenden Verbänden unterstützt: Bundesverband Bowling e.V., Deutsche Tierpark-Gesellschaft e.V., Deutscher Wildgehege-Verband e.V., European Waterpark Association e.V., International Adventure Park Association e.V., Live Escape & Adventure Games Fachverband e.V., Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V., Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e.V., Verband der Zoologischen Gärten e.V.
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